Skip to main content
– Blog –

Gefühle am Arbeitsplatz?!

Professionell sein heißt die Devise. Im Elterngespräch, im Team, als Leitungskraft.

Aber was ist mit unseren Gefühlen? Wo bleiben die?

Wer Gefühl zeigt, macht sich verletzlich. Verletzlich sein heißt, Schwächen zu haben, unsicher zu sein und den Panzer abzulegen, der uns angeblich schützen soll.

Mal ganz ehrlich. Was spricht dagegen seine Gefühle zu zeigen? Wir machen uns nahbar, wir zeigen unsere Verletzlichkeit, ja unsere Menschlichkeit. Und genau das verbindet.

Hier macht mich etwas traurig, da ärgerlich oder wütend und hier kann ich mich freuen. Was für ein breites Spektrum uns zur Verfügung steht. Gefühle machen uns lebendig. Sie zu unterdrücken, hinter einer Maske zu verstecken ist anstrengend und macht müde, manchmal sogar lebensmüde.

Wir sind keine Maschinen, wir haben Begrenzungen. Wenn wir die nicht anzeigen, nicht „Stopp“ sagen, nicht sagen „Ich schaff das grad nicht“ oder „Ich bräuchte mal Hilfe“ dann kann es uns nicht gut gehen. Dann sind wir nicht sichtbar.

„Emotionen und Erfahrungen lassen sich nicht in privat und beruflich aufteilen. Unsere innere Welt nehmen wir überall mit hin und es nützt nichts, sie zu ignorieren und zu unterdrücken.

Wir brauchen eine Kultur der Verletzlichkeit. “ @Neue Narrative

Gefühle zu zeigen braucht Mut. Im Privaten, wie am Arbeitsplatz.  Es bedeutet auch für sich selbst einzustehen und sich so zu zeigen, wie man – in diesem Moment – ist. Es fordert andere Menschen auf hinzusehen, statt zu übersehen.

Verletzlichkeit zeigt uns nicht nur, wer wir selbst sind, sondern auch wer die anderen sind. @ Neue Narrative

Allerdings braucht es Strukturen, um Verletzlichkeit zu leben. Um über Ausgrenzung, Mobbing und auch über psychische oder körperliche Krankheiten zu sprechen. Das heißt Arbeitgeber und auch Leitungskräfte sind in der Pflicht für Strukturen zu sorgen, die Akzeptanz und Würdigung vermitteln anstatt Ignoranz und Ablehnung.

Überlegen Sie selbst im Vorfeld genau, was Sie von sich zeigen möchten. Stellen Sie sich die Frage, was gehört an den Arbeitsplatz und was nur in den privaten Bereich.

Im geschützten Raum eines Coachings ist es möglich genau diese Themen zu besprechen. Was ist gut für Sie? Wie und wann kann ich es einbringen? Was brauche ich an Unterstützung? Wer könnte mir im Team hilfreich sein? Womit fühle ich mich wirklich gut? Wie wird es für mich stimmig?

Es wird leichter, wenn Sie sich ernst nehmen.