Skip to main content
– Blog –

Naturerleben als Ressource

Lange Jahre, um es genau zu sagen 10 Jahre lang, bin ich die Strecke Dortmund – Duisburg mit dem Auto gefahren. Also einmal quer durch´s Ruhrgebiet. Blech reihte sich an Blech. Rechts und links der Autobahn gab es auch selten Erfreuliches zu sehen.

Immer habe ich mich auf meinen Fahrten unwohl gefühlt, irgendwie entfremdet von mir. Meine Freunde rieten mir Hörspiele zu hören gegen die Langeweile. Aber das war es nicht. Meine Seele blieb auf der Strecke.

Gestern Abend schaute ich mir ein Video von Thomas Hübl – www.thomashuebl.de – an. Es ging um Traumatransformation. Und er sprach über die Evolution und unsere menschliche Natur. In mir machte es klick.

Wir gehen in den Wald und bewundern die Natur, die Bäume, die Pflanzen, die Rehe und die Hasen und haben vollkommen vergessen, dass wir selbst Natur sind. Nicht mehr und nicht weniger.

Wir gehören dazu, zu dieser Natur. Wir sind Teil davon und tief verbunden damit.

Unsere Zellen wissen und spüren das und laden sich inmitten von Natur auf.

Na klar ist mir bewusst, dass wir Natur sind und doch ist gestern Abend etwas ganz Entscheidendes bei mir angekommen. Wir sind Natur und entfremden uns mehr und mehr davon. Wir schaffen Räume und Systeme, in denen wir Menschen zusammenkommen, in denen uns unsere menschliche Natur aber nicht mehr bewusst ist.

Wir gehen über die Grenzen des Möglichen. Und wir verlieren mehr und mehr das Gefühl für unsere menschlichen Bedürfnisse. Wir ignorieren unsere ganz natürlichen Rhythmen. Wir orientieren uns an Vorgaben, die unser Geist ohne Verbindung mit unserer Körper-Natur entwickelt hat.

Mehr davon. Viel mehr!

Vom Wald, vom Feld, vom Meer, von den Pferden und den Hunden, den Katzen, die einfach im Gras liegen.

Da geht uns das Herz auf. Ja klar, hier sind wir zuhause. Hier kommen wir her. Alles in uns weiß das. Alles in uns spürt das.

Wenn wir uns unserer menschlichen Natur wieder mehr bewusst werden, verändert sich die Art und Weise, wie wir durch das Leben gehen, wie wir Leben gestalten. Ich vermute, wir bekommen viel mehr Gespür dafür, was uns gut tut. Was genau unsere Natur braucht.

Ich glaube, wir würden anfangen unsere Bedürfnisse viel mehr zu achten und hätten die Chance andere Räume und Rhythmen für uns zu gestalten.

In den Schulen, in den Kitas, im Gesundheitssystem. Überall hier leben wir als menschliche Natur und haben es vergessen.

Nehmen Sie einen Kreis und zeichnen Sie ein, wie oft Sie in Kontakt mit Natur kommen. Wie oft am Tag, in der Woche begeben Sie sich in Räume, die Sie als menschliche Natur stärken? Seien Sie neugierig.

Vielleicht reicht es ja auch erstmal in den Wald zu gehen mit dem tiefen Gefühl, ein Teil davon zu sein. Einzutauchen in das Empfinden ein Teil dieser wunderbaren Natur zu sein. Verbunden und nicht getrennt davon zu sein.

Wahrzunehmen, zu riechen, zu spüren, zu fühlen und zu schauen. Ganz da zu sein. Im Körper zu sein. Als Natur in der Natur.

Ich wünsche Ihnen viel lebendigen, pulsierenden Genuss dabei.