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Stressregulation? – Der Körper weiß wie´s geht.

Anspannung gehört zum Leben. Das Leben ist so komplex und herausfordernd, dass wir ganz natürlich zwischen Anspannung und Entspannung hin und her pendeln.

Nicht nur wir Menschen, sondern mit uns auch andere Säugetiere, wie etwa Katzen und Hunde.

Solange wir hin und her pendeln und ein Gefühl für Ent- und Anspannung haben ist alles in Ordnung. Problematischer wird es, wenn wir die Anspannung nicht mehr wahrnehmen und nicht für eine wohlwollende Entspannung sorgen können.

Schauen wir mal bei den Tieren vorbei. Ein Hund, der gerade eine Begegnung mit einem anderen nicht einschätzbaren Hund hatte, geht in die Anspannung. Eigentlich müsste man sagen, sein Nerven-, sein Sicherheitssystem führt ihn in die Anspannung -„Ich bin auf alles vorbereitet! Kampf und Flucht sind mir möglich.“.

Danach dann, sobald sich diese nicht einschätzbare Begegnung auflöst, schüttelt sich der Hund. Und löst mit dieser körpereigenen Reaktion die Anspannung auf. Das Nervensystem fährt die Erregung runter, es schüttelt sie sozusagen ab.

Schütteln ist auch für uns Menschen eine körpereigene Möglichkeit, die uns in die Entspannung zurückführt.

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Laden Sie Ihren Körper ein.

Beide Füße stehen auf der Erde und Sie bewegen die Fersen etwas auf und ab. Die Knie sind leicht angebeugt und weich. Vielleicht nehmen Sie sich etwas Musik dazu.

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Eine andere, körpereigene Methode zur Stressrergulierung ist das Gähnen. Gähnen hat einen ganz schlechten Ruf. Wenn es auftaucht wird uns nachgesagt, wir wären müde und hätten kein Interesse mehr an der Interaktion, oder an unserem Gegenüber.

„Oh, ich langweile dich wohl?“

Etwas ganz anderes ist der Fall: Der Körper lässt uns Gähnen, um frisch und aufmerksamer werden zu können. Gähnen hat somit eine soziale Funktion. Es ist eine körpereigene Reaktion, um in der Aufmerksamkeit, in der Begegnung bleiben zu können. Gähnen ist eine weitere Möglichkeit des Körpers unseren Stress zu regulieren.

Scheuen wir uns nicht genüsslich zu Gähnen. Tiefes, tönendes Gähnen erleichtert uns. Sie werden nach einer kurzen Zeit merken, dass ihnen die Tränen kommen. Alles ganz normal. Die im Stress „erstarrten Flüssigkeiten“ fangen wieder an zu fließen.

Eine weitere Möglichkeit zur körpereigenen Regulierung liegt im Strecken und im Recken. Auch dies ist uns, aus dem Tierreich, hinreichend begannt. Schauen Sie sich die Katze auf dem Foto an. Sie reguliert gerade ihr Nervensystem.

Das Strecken hilft uns die bereitgestellte Energie in der Anspannung – für Flucht und Kampf – in den Muskeln wieder aufzulösen. Zudem hat es ebenso, wie das Gähnen einen Einfluss auf unseren größten Atemmuskel, das Zwerchfell. Es bewegt ihn, weitet ihn und ermöglicht uns somit eine vertiefte Atmung. Und eine vertiefte Atmung ist der kürzeste Weg zur Stressregulation.

Manchmal braucht es ein bisschen Überwindung. Die Regulierung, die sich einstellt spricht aber durchaus dafür.

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Diese kleinen Methödchen sind körpereigen.

Unser Körper kennt sie. Er weiß, wie´s geht.

Machen wir gemeinsame Sache mit ihm.

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Ich wünsche Ihnen erholsame und erfrischende Momente beim Schütteln, Recken, Strecken und Gähnen.